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Justiz als Instrument der Psychiatrie No. 2.

Die Pervertierung und Medizinalisierung des Rechts durch Psychiater
Wien (OTS) – Die Bürgerkommission für Menschenrechte hatte im Juridicum ein höchst professionelles und sehr informatives Symposion zum Thema Maßnahmenvollzug besucht.Pervertiert wird das Strafrecht, indem durch die Medizinalisierung deselben durch Psychiater nicht mehr nach Fakten geurteilt wird, sondern eine Beurteilung der Gründe für die Straftat im Vordergrund steht, die wiederum durch psychiatrischer Meinung vorgenommen werden. Psychiater sind “Graue Richter”.

Klar wurde erkennbar, dass Gesetze in Österreich so formuliert sind, dass ein Mensch, der nach §21/1 oder §21/2 StGB in den Maßnahmenvollzug kommt, faktisch keine Möglichkeit hat, sich psychiatrischer Behandlung zu entziehen, so dies nicht erwünscht ist. Auch die Chance, einen Maßnahmenvollzug zu beenden, hängt grundsätzlich vom Weh oder Wohl eines Psychiaters ab.

Straftäter dürfen erwarten, dass sie mit der Beglückung eines Maßnahmenvollzugs statistisch um Jahre länger ihrer Freiheit und möglicherweise auch Ihrer Gesundheit beraubt werden, ohne Gehör auf Berufung irgendeiner Menschenrechtskonvention.

Die psychiatrische Gutachterqualität in Österreich wurde zurecht immer wieder kritisiert und ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt, jedoch sind wir der Meinung, dass es Dr. Nedopil aus Bayern besser anstehen würde, kräftig vor der eigenen deutschen Tür zu kehren. Hat doch gerade eine psychiatrische Kollegin von ihm vor einiger Zeit medial öffentlich bestätigt, “dass Aktengutachten in Deutschland an der Tagesordnung sind” – also Gutachten die verfasst werden, ohne den Betreffenden je gesehen zu haben.

Ein Psychiater fühlte sich offenbar angegriffen, da er zur Verwunderung des Publikums von einem “Bashing” der Psychiater und der Psychiatrie sprach … völlig ausblendend, dass es gerade die Psychiater waren, die eine unwissenschaftliche Absurdität wie ein DSM (Psychiatrische Diagnose-Bibel), dem das ICD 10F folgt, hervorbrachten, nachdem Menschen etikettiert werden, dass es die Psychiater sind, die die Gutachter stellen, welche einen Menschen in den Maßnahmenvollzug bringen, und dass es  Psychiater sind, aufgrund deren Gutachten und Empfehlungen ein Gericht über die Freilassung aus einem Maßnahmenvollzug entscheiden.

Kurz: Psychiater betrieben und betreiben die Medizinalisierung des Rechts.

Es wurde belegt, dass eine Unterbringung im Maßnahmenvollzug in der Regel um Jahre länger einen Straftäter
seiner Freiheit  beraubt.

Bestätigen möchte die Bürgerkommission für Menschenrecht die engagierte Arbeit der pro mente Mitarbeiter in Oberösterreich, Straftäter bei der Resozialisierung zu unterstützen. Das Feedback Betroffener, mit denen die Bürgerkommission Kontakt hatte,  war durchaus positiv – gegenteilig jedoch die Reaktion über die psychiatrische pharmakologische Behandlung, die eher von  angewidert über Angst bis zu Hass gegenüber der erzeugten ohnmächtigen Abhängigkeit vom Psychiater reichte.

Eine Heilung des “Andersdenken”, die Abneigung, Angst und Hass erzeugt? Im Mittelalter wurden Menschen mittels Folter  “geheilt” – das war auch zum Wohl der Gesellschaft.

Klar ging aus dem Symposion hervor, dass Psychiater ungestraft Menschen gegen ihren Willen mit Psycho-Drogen, welche  schweren Nebenwirkungen aufweisen, vollpumpen dürfen, die irreversiblen Langzeitschäden wie Parkinson verursachen  können, wie sich die Bürgerkommission schon in Gesprächen mit Betroffenen überzeugt hat.

Damit stehen Psychiater als einzige Mediziner über dem Gesetz. Würde ein beliebiger Bürger dies einem anderen antun, würde  er wahrscheinlich genau in jenem Maßnahmenvollzug enden.

Die Bürgerkommission für Menschenrechte fordert:

die Abschaffung von §21/1 oder §21/2 StGB, die Weigerung Medizinalisierung des Rechts durch Psychiater zuzulassen, und  eine vollständige Rückgabe der strafrechtlichen Entscheidung in die Hände der Justiz ohne Einmischung “Grauer Richter” wie psychiatrische Gutachter und dass die Justiz in die Pflicht genommen wird, ein Programm zu erstellen, in  welcher Form Straftäter menschenwürdige Hilfe und Resozialisierung erfahren können, die sie freiwillig und kooperativ  annehmen können.

Zum Pressetext >>

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